Gesundheit
bei größeren und schnellwachsende Rassen, kann trotz vielen Untersuchungen und Selektionen bei der Verpaarung der Hunde, vereinzelt zu folgenden Beschwerden kommen. Ein Zusammenspiel von Fütterung (nicht zu energiereiches Futter) kontrolliertes Spielen und bewegen können gerade im Wachstum mithelfen das der Hund gesund bleibt.
HD
Die wohl bekannteste Erkrankung beim Hund ist die HD. Von HD spricht man, wenn beim Hüftgelenk die Gelenkkugel nicht optimal in die Gelenkpfanne passt, bzw umgekehrt. Die HD wird in verschiedene Grade eingeteilt:
A= HD frei
B= HD Verdacht
C= Leicht HD
D= Mittlere HD
E= Schwere HD
Weiterhin wird unterteilt in 1 und 2, also A1, A2, B1, B2 usw. Zur Zeit bekommen nur Hunde eine Zuchtzulassung die mit A1-B2 ausgewertet sind. Diese Auswertung wird von einem zentralen Auswerter durchgeführt. Um ein aussagefähiges Röntgenbild zu erhalten, ist es nötig, dass der Hund zum Röntgen eine Narkose bekommt und dass die Lagerung des Hundes stimmt, was leider nicht jeder Tierarzt gut hin bekommt.
ED
Alle Beschwerde der Vorderbeine werden als ED bezeichnet. Es wird hauptsächlich zwischen OCD, FCP und IPA unterschieden.
Bei der ED handelt es sich um eine vererbte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts. Hohes Körpermassewachstum und Fütterungsfehler sind weitere Faktoren. Meist treten erste Anzeichen in der späten Wachstumsphase zwischen vier bis acht Monate alten Jungtieren auf.
Zur Zeit ist das ED-Röntgen für die Zuchtzulassung leider nicht zwingen erforderlich. Jedoch wird es von vielen Züchtern und Deckrüdenbesitzern bei dem HD-Hauptröntgen mit kontrolliert.
Hyperurikosurie und Hyperurikämie
Die Hyperurikosurie ist eine Stoffwechselstörung, die zu einer vermehrten Ausscheidung von Harnsäure führt und ist eine von Geburt an auftretende Veränderung im Purinstoffwechsel. Dadurch kann es bei betroffenen Hunden zu Kristallbildung kommen. Es kommt zur Bildung von Blasensteinen, die meist durch OP entfernt werden müssen.
Man unterscheidet 3 Genotypen:
1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund ist frei und kann die Mutation auch nicht an seine Nachkommen weitergeben
2. Genotyp N/HUU (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten Gens (von Vater oder Mutter). Das Risiko selbst an HUU zu erkranken ist sehr gering, kann aber die Mutation an
seine Nachkommen (ca. zu 50%) weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem Genotyp N/N Hund verpaart werden.
3. Genotyp HUU/HUU (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens (Vater und Mutter). Das Risiko ist extrem hoch an HUU zu erkranken. Da die Weitergabe an seine
Nachkommen bei 100 % liegt sollte er ausschließlich mit einem Genotyp N/N Hund verpaart werden.
Für die Durchführung des Tests wird ca. 0,5 ml EDTA-Blut benötigt, welches von einem Labor ausgewertet wird.